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Yes, I am an Ironman

Vorwort: Der Bericht ist etwas länger geworden, da ich aber vermute das die meisten Besucher meiner Website sich nicht so gut mit dem Ironman auskennen, habe ich versucht einige Besonderheiten im Bericht zu erklären. Leider konnte ich den Bericht auch nicht durch sehr viele Fotos auflockern, da es für die Teilnehmer während der Veranstaltung ein Verbot von Handys und Fotoapparate gibt.

Schon nach dem ich die ersten Marathons absolviert hatte, hatte mich der Gedanke, einmal einen Ironman zu finishen fasziniert.
Das scheiterte aber immer am Schwimmen, kraulen konnte ich nicht und mein Forttrieb vom Brustschwimmen glich den eines Treibholzes.
Auf der Suche nach einen Kraulkurs für Erwachsene hatte ich damals alle Schwimmvereine in meiner Heimatstadt Northeim angeschrieben. Leider blieb das damals ohne Erfolg, so dass die Idee für viele Jahre wieder in Vergessenheit geraten war. Vor einigen Jahren wurde ich dann zufällig auf einen Anfängerkurs des Turn- und Wassersportverein Göttingen von 1861 (TWG 1861) aufmerksam. Ich konnte dann auch einen der letzten Teilnehmerplätze ergattern und habe da die Grundlagen des Kraulschwimmens gelernt. Richtig schwimmen konnte ich damit natürlich noch immer nicht, aber ein Grundstein war gelegt und danach bin ich zwei Mal pro Woche vor der Arbeit zum Frühschwimmen gegangen. Im März 2020 hat dann Coronabedingt das Hallenbad in Northeim geschlossen. Nach der Wiedereröffnung im September 2021 habe ich dann mein Training wieder aufgenommen. Nachdem ich dann schnell Fortschritte gemacht habe, hatte ich mein Trainingsumfang ab November auf drei Einheiten pro Woche erweitert. Im Verlauf des Winters zeichnete sich dann ab, dass es durchaus realistisch ist, mal über einen Ironman nachzudenken. Also sammelte ich allen möglichen Informationen zu dem Thema Ironman.

Die Triathlon-Langdistanz umfasst 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen. Aber nicht jeder Triathlon über die Langdistanz ist auch ein Ironman. Genaugenommen ist Ironman eine Marke, diese veranstaltet neben dem Klassiker auf Hawaii weltweit weitere Veranstaltungen über die Langdistanz, aber auch über die halbe Distanz, diese heißen dann Ironman 70.3 (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21,1 km Laufen entspricht zusammen 70,3 Meilen). In Deutschland gibt es von der Firma Ironman zwei Veranstaltungen über die Langdistanz (Frankfurt und Hamburg) und für das Jahr 2022 waren beide schon ausgebucht. Natürlich hätte ich auch einen Langdistanztriathlon eines anderen Veranstalters absolvieren können, aber ich wollte schon ganz gerne einen (echten) Ironman absolvieren. Daher entschloss ich mich, 2022 in Hamburg als Zuschauer dabei zu sein und die finale Entscheidung danach zu treffen.
Als Zuschauer hatte mir der Ironman in Hamburg sehr gut gefallen und so hatte ich mich gleich, nachdem die Anmeldung geöffnet hatte für 2023 angemeldet.

Die Vorbereitung über den Winter war dann etwas schleppend. Das Radtraining auf der Rolle ist nicht so wirklich mein Ding, insgesamt bin ich sicherlich viel zu wenig gefahren. Das Schwimmen im Hallenbad war OK, meine Distanzen wurden immer länger und ich bin auch einige Male mehr als die Distanz vom Ironman geschwommen, wobei mein Tempo wegen meiner schlechten Technik aber nicht viel schneller wurde. Ab dem 23. April hatte dann mein Hallenbad wegen einer Umbaumaßnahme geschlossen. Leider war das Wetter über den Frühjahr insgesamt nicht so gut, so das ich erst in den letzten Wochen die langen Radfahrten und das schwimmen draußen trainieren konnte. Wenigstens brauchte ich mir im Vorfeld keine Gedanken über das Laufen zu machen, das trainiere ich das ganze Jahr über und sollte somit kein Problem darstellen.

Treffen mit Jan Frodeno Am Samstag (03. Juni) ging es dann nach Hamburg, Startunterlagen abholen, Fahrrad abgeben, Atmosphäre genießen. Dabei hatte ich dann auch die Möglichkeit den dreifache Weltmeister Jan Frodeno zu treffen. Nachdem dann alles erledigt war, musste ich natürlich noch in das Hotel einchecken und meine Sachen für den Sonntagmorgen vorbereiten.

Am Sonntag hieß es dann früh aufstehen, um 5 Uhr öffnete die Wechselzone, so dass man die letzten Arbeiten am Rad erledigen konnte (Luftdruck auffüllen, Trinkflaschen befestigen usw.). Die Wechselzone wurde dann auch gleich genutzt, um sich für das Schwimmen vorzubereiten und am Ausgang konnte man sein Beutel für das Ziel abgeben. Das Ganze musste bis 6:15 Uhr erledigt sein, denn dann schloss die Wechselzone wieder und die Profiathleten wurden gestartet. Ich selbst hatte bis zum Start noch viel Zeit, den wir „Age Group Athleten“, so heißen die Altersklassenstarter, starten ab 6:20 Uhr im Rollingstart, beim Rollingstart werden alle paar Sekunden 2 Athleten ins Wasser gelassen. Für den Schwimmstart gab es dann vier Zeitblöcke und man sollte sich entsprechend seiner eigenen Zeiteinschätzung aufstellen. Da ich ja wusste, dass ich beim Schwimmen langsam bin, stellte ich mich in die Mitte vom letzten Block. Mein Start erfolgte dann auch erst um 7:15 Uhr. Aber die Stimmung im Startblock war gut, so dass die Wartezeit sehr kurzweilig war.

Erst einmal im Wasser, merkte ich gleich den Unterschied zum Northeimer Kiessee. Das Wasser kam mir angenehm warm vor. In den letzten Tagen hatte ich mir schon öfter die Wassertemperatur der Alster angesehen und diese lag meistens so zwischen 18 und 19 Grad. Die Wassertemperatur des Northeimer Kiessee kenne ich zwar nicht, aber die liegt mit Sicherheit 2 – 3 Grad unter der der Alster. Schon erstaunlich, was so ein kleiner Temperaturunterschied ausmacht.
Beim Schwimmen versuchte ich mich immer möglichst weit Außen zu halten, mir war zwar klar, dass ich dadurch einige Meter mehr schwimmen muss, dafür gehe ich dem Gedrängel aus dem Weg. Ich hatte mir die Schwimmstrecke im Vorfeld genau angesehen und hatte mir verschiedene Punkte als Kilometermarken gemerkt. Der Start erfolgte am Jungfernstieg und die ersten 500 Meter ging es durch die Innenalster. SchwimmstreckeDie 500 Metermarke war genau in der Mitte zwischen der Lombards- und der Kennedybrücke. Als ich an der Marke war, schaute ich das erste Mal auf meiner Uhr. Laut meiner Uhr war ich schon 570 m geschwommen. Innerlich hatte ich mich sowieso schon auf 4000 m eingestellt, aber das würde wohl sicherlich nicht reichen. Neben den Zusatzmetern wegen dem außen schwimmen, kam noch das Problem mit der Orientierung dazu. Beim Kraulen sieht man ja nicht wo man hinschwimmt, also muss man immer wieder mal den Kopf heben und den Kurs korrigieren. Meine weiteren markanten Punkte waren die Marken 1.500 m (große Boje, wo man rechts abbiegt), 2.000 m (wieder eine große Boje, wo man rechts auf den Rückweg abbiegt) und 3.000 m (wieder die Mitte unter den beiden Brücken). Da ich mich durch die Zusatzmeter auf meine Uhr nicht verlassen konnte, rechnete ich bei 1.500 und bei 2.000 m meine Zielzeit hoch. Beide Male kam ich auf 1:45 h, das war zwar etwas langsamer als gedacht, für die ganzen Zusatzmeter aber noch Ok. Da das Zeitlimit für das Schwimmen bei 2:20 h lag, war da auch noch etwas Reserve drin. Diese brauchte ich aber nicht, der Rückweg lieft so wie der Hinweg und nach 1:44:22 hatte ich die Schwimmstrecke hinter mir. Meine Uhr zeigte am Ende eine Distanz von 4.775 m, was ich aber nicht glaube, die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und ich werde wohl so zwischen 4,1 und 4,2 km geschwommen sein.

Am Wasserausstieg standen freundliche Helfer, die einen beim Ausstieg geholfen haben. Ich musste mich dann trotzdem erst einmal am Geländer abstützen. Nach dem Freiwasserschwimmen hatte ich auch im Training schon öfter leichte Kreislaufprobleme. In Hamburg kam dann auch sofort ein weiterer Helfer dazu und bot mir Hilfe an. Das konnte ich aber ablehnen, da es nach kurzer Zeit schon wieder ging.

Hamburg sagt von sich selbst, dass sie die längste Wechselzone der Welt haben. Vom Ausstieg aus dem Wasser, bis zur „mount line“ (das ist der Punkt, wo man auf dem Rad aufsteigen darf), beträgt die Strecke 810 m. Während man in der Wechselzone ist, läuft die Uhr für die Wettkampfzeit natürlich weiter. Die Zeit, die man für den Wechsel vom Schwimmen auf das Radfahren benötigt, wird als T1 bezeichnet. In dieser Zeit muss man nicht nur die 810 m zurücklegen, sondern auch noch den Neoprenanzug ausziehen und wegpacken, die Radbekleidung mit Helm, Socken und Radschuhen anziehen, sowie das Fahrrad mitnehmen. Für die erste Wechselzone habe ich 10:29 Minuten benötigt.

Die Radstrecke besteht aus einer 90 km Runde, die zweimal durchfahren werden muss. Eigentlich ist die Strecke ganz schnell erklärt. Zuerst geht es für ca. 20 Kilometer durch Hamburg und danach für 35 km raus in die Vier- und Marschlande bis zum Wendepunkt bei Kilometer 55. Von da geht es dann die 35 Kilometer wieder zurück zur Wechselzone.

Da ich vorher noch nie ein Radrennen bestritten hatte, hatte ich mich im Vorfeld genau mit den Regeln befasst und davon gibt es gar nicht mal so wenige. Der größte Unterschied zu einem klassischen Radrennen, besteht darin, dass beim Ironman die sogenannte „Drafting Regel“ gilt. Das bedeutet, dass das Fahren im Windschatten verboten ist. Daher muss man während des Rennens mindestens 12 Meter Abstand zum Vordermann einhalten. Wenn man überholen möchte, muss dieser Überholvorgang in 25 Sekunden abgeschlossen sein und der überholte muss sich innerhalb von 25 Sekunden wieder mindestens 12 Meter hinter den Überholenden zurückfallen lassen. Auf der Strecke gibt es Wettkampfrichter, die das Einhalten der Regeln genau überwachen und ein Verstoß gegen die Drafting Regel wird mit einer blauen Karte (entspricht einer Zeitstrafe von 5 Minuten) geahndet. Die weiteren Regeln sind alle fast eine Selbstverständlichkeit (Kein Müll außerhalb der Versorgungszone entsorgen, niemanden blockieren usw.) und deren Verstoß würde mit einer gelben Karte (eine Minute Zeitstrafe) oder einer roten (Disqualifikation) geahndet.

Bezüglich der Drafting Regel, hatte ich mir aber im Vorfeld schon meine Gedanken gemacht, wie schnell kann das im Eifer des Wettkampfes schon mal passieren, dass man doch etwas dichter auf den Vordermann auffährt. Eine fünfminütige Zeitstrafe tut dann schon weh, schlimmer noch, bei drei Karten unabhängig von der Farbe, wird man auch disqualifiziert. Nachdem ich auf das Rad gewechselt hatte, waren meine Sorgen bezüglich der Drafting Regel aber schnell vergessen. Durch das Schwimmen mit dem Rollingstart war das Feld so weit auseinandergezogen, das sich die Abstände schon fast von ganz alleine ergeben hatten. Auch das Überholen innerhalb von 25 Sekunden stellte kein Problem dar. Als das 10 Kilometerschild vor mir auftauchte, war ich überrascht das die ersten 10 km schon geschafft waren. Bei Kilometer 20 passierten wir dann die erste Verpflegungsstelle, insgesamt gab es davon auf der 90 km Runde vier Stück. Die Getränke (Wasser und Iso) werden da in Trinkflaschen angeboten, diese Flaschen passen in die normalen Flaschenhalter am Fahrrad, so dass man einfach zu Beginn der Versorgungsstelle seine leere Flasche in einen Auffangbehälter wirft und im Vorbeifahren sich eine neue Flasche greift. Natürlich sollte man dazu etwas vom Gas gehen, den wenn man sich selbst eine Flasche vor das Rad wirft, kann das schon mal zu einem Sturz führen. Als Nahrung wurden einem von den Helfern gedrittelte Bananen, Riegel und Gels angeboten. Insgesamt waren die Verpflegungsstellen sehr übersichtlich aufgebaut und wenn man wirklich mal vorbeigegriffen hat, gab es direkt noch eine zweite Möglichkeit.

Bei Kilometer 25 merkte ich das mit meiner Startnummer etwas nicht stimmt. Da die Startnummer beim Radfahren hinten und beim Laufen vorne getragen werden muss, verwendet man dafür ein Startnummernband. Die Startnummer hatte ich mit Sicherheitsnadeln an dem Band befestigt und an der einen Seite war die Sicherheitsnadel rausgerissen. Das führte dann dazu das die Startnummer wie wild rumwirbelte. Damit die Startnummer nicht ganz abreist, musste ich einen kurzen Zwangsstopp einlegen und die Startnummer neu befestigen.

Bei etwa Kilometer 36 war dann sehr viel Blaulicht auf der Strecke. Schon etwa hundert Meter vorher standen Helfer, die uns signalisiert haben, dass wir unser Tempo runternehmen sollten. An der Stelle angekommen, mussten wir dann runter vom Rad, das Rad auf dem Deich hochtragen und dann ca. 300 m über den Deich schieben. Dabei haben wir dann schon gesehen, dass es unten auf der Strecke einen Unfall zwischen einem Radfahrer und einem Motoradfahrer gegeben hatte. Später haben wir dann erfahren, dass ein Kameramotorrad mit einem Teilnehmer frontal zusammengestoßen ist und dabei der 70-jährige Motoradfahrer verstorben ist.

Bei Kilometer 48 ging es dann weg von dem Deich durch drei Ortschaften bis zum Wendepunkt bei Kilometer 55. Auf diesem Abschnitt gab es durch eine Baustelle eine richtige engstelle, dort gab es dann auch ein komplettes Überholverbot. Nach dem Wendepunkt ging es die Strecke dann auch so wieder zurück. Bei Kilometer 74, kurz vor der Unfallstelle, wurden wir dann bis kurz vor Kilometer 80 über eine Umleitungstrecke geführt. Die letzten 10 Kilometer der Runde führten über eine teilweise etwas schlechtere Wegstrecke, im Großen und Ganzen ließ sich das aber gut fahren.

Mit dem Beginn der zweiten Runde habe ich dann angefangen, mitzuzählen wie viele Plätze ich auf die anderen Teilnehmer gutmachte. Bis zum Wendepunkt bei Kilometer 145 hatte ich schon 17 Plätze gutgemacht. Mein Tempo war weiterhin trotz des zunehmenden Windes fast konstant und ich war mir sicher, dass ich das auch auf den letzten 35 Kilometer so halten kann. Natürlich war es aber noch nicht sicher, dass ich finishen werde. Beim Radfahren fährt ja immer die Gefahr eines Sturzes oder eines technischen Defektes mit. Für den Fall eines Platten hatte ich vorgesorgt, ich hatte sowohl einen Ersatzschlauch wie auch eine CO2 Patrone (zum Auffüllen des Reifens) mit. Den Wechsel des Schlauches und die Verwendung der CO2 Patrone hatte ich im Rahmen meiner Vorbereitung natürlich auch ein paar Mal trainiert, so das mich ein Platten zwar ein paar Minuten Zeit kosten würde, aber nicht mein Rennen beenden würde. Für den Fall eines größeren defektes, gibt es vom Veranstalter auch zwei Reparaturteams, diese stehen so auf der Strecke, dass man insgesamt acht Mal daran vorbeikommt. Das letzte Mal habe ich das Reparaturteam bei Kilometer 150 passiert. Die nächsten Kilometer hatte ich dann genau in mein Bike reingehört, hört sich da irgendwas merkwürdig an oder ist alles OK. Darüber hatte ich dann das Mitzählen vergessen, aber auf den letzten 35 Kilometer habe ich sicherlich noch einmal 15 Plätze gutgemacht.
Nach 6:12 h hatte ich dann die 180 Kilometer lange Radstrecke erfolgreich beendet und war wieder an der Wechselzone. Nun hieß es das Rad abzustellen und von den Radsachen auf die Laufsachen zu wechseln. Da die Sonne mittlerweile kräftig brannte, habe ich die Zeit in der Wechselzone auch noch einmal dazu genutzt mich mit Sonnencrem einzucremen. Trotzdem konnte ich die Wechselzone nach 6:01 Minuten wieder verlassen und mit dem Marathon starten.

Nach einer so langen Zeit auf dem Rad, fühlen sich die ersten Laufkilometer immer etwas merkwürdig an. Die Beine waren mehrere Stunden in der rotierenden Bewegung und sollen nun plötzlich in einen flachen Laufschritt wechseln. In der Vorbereitung hatte ich das einige Male getestet, dazu hatte ich direkt nach einer langen Radeinheit die Laufschuhe angezogen und bin einige Kilometer gelaufen. Diese Art des Trainings nennt sich Koppeltraining und in der Tat hat man sich nach ein paar solcher Einheiten ganz gut daran gewöhnt und der Körper stellte sich immer schneller um.
In Hamburg viel mir das Laufen ab dem ersten Meter sehr leicht, ich wusste aber auch von meinem Koppeltraining, das man dazu neigt, die ersten Kilometer zu schnell zu laufen. Da sich das gerade nach diese Vorbelastung bei einem Marathon rechen kann, achtete ich darauf nicht zu schnell zu starten.

Die Laufstrecke in Hamburg besteht aus einem Rundkurs entlang der Alster, der viermal durchlaufen werden muss. Die Versorgung durch den Veranstalter war hier hervorragend. Wegen der Hitze gab es ausreichend Duschen zum Abkühlen auf der Strecke, außerdem gab es auf jeder Runde fünf Verpflegungsstellen und eine Getränkestelle. Insgesamt konnte man sich also 24 mal versorgen, der Abstand zwischen zwei Versorgungsmöglichkeiten betrug nie mehr als 2 Kilometer. Neben dem Angebot welches es schon auf der Radstrecke gab, gab es zusätzlich Cola, Red Bull, Salzwasser und Salzbrezeln.

Ca. 800 Meter vor dem Ende der Runde gabt es eine „Lap Control“, hier bekam man beim Durchlaufen ein farbiges Armband. Dazu gab es vier Laufspuren, für die Runden eins bis vier und jede Runde gab es eine andere Farbe. Dadurch konnte man immer sehr gut erkennen, wer gerade auf welcher Runde war.

Die ersten beiden Runden liefen sehr gut, trotz der vorherigen Belastung fühlte ich mich frisch und das Laufen machte viel Spaß. Ab Kilometer 24 wurde es dann etwas zäh und ich legte an den Verpflegungsstellen die ersten Gehpausen ein. Zum Ende der dritten Runde realisierte ich, das ich, wenn ich nicht zu sehr trödele, noch unter vier Stunden bleiben würde. Also habe ich in der letzten Runde wieder auf die Gehpausen verzichtet und die Getränke im Laufen zu mir genommen. Als ich dann bei der Lap Control mein rotes und damit viertes Armband bekommen hatte, war dies ein überwältigendes Gefühl. Weniger als ein Kilometer trennten mich von dem finish beim Ironman. Eigentlich wusste ich schon zu beginn der Laufstrecke das ich finishen werde, schließlich hatte ich da noch fast 7,5 Stunden Luft auf das Zeitlimit und bei meiner Lauferfahrung sollte das kein Problem sein. Aber so richtig realisiert habe ich das erst in dem Moment, als ich wirklich in Richtung Ziel gelaufen bin.

Glocke 50 Meter vor dem Ziel hängt eine Glocke, wenn man seinen ersten Ironman finisht, soll man diese Glocke läuten und das habe ich natürlich auch gemacht. Der Moderator begrüßte mich dann mit den Worten: „Michael, hands up and smile you are an Ironman“

Im Ziel gab es dann die wohlverdiente Medaille und die ersten Getränke. Des Weiteren standen Sanitäter und Helfer bereit, falls jemand Hilfe benötigt. In meinen Fall wurde mir nur der Weg zum Athletes Garden erklärt, da gibt es dann die Beutel mit der vorher abgegebenen Wechselbekleidung, das finisher Shirt, sowie Duschen, Massagen und eine Vollverpflegung.

Nach einer kurzen Erholung machte ich mich dann zum letzten Mal auf den Weg zur Wechselzone, schließlich musste ich ja noch mein Rad die und Wechselbekleidung abholen.

Als ich dann später im Hotel war, schaute ich erst einmal auf meine offizielle Zielzeit, dies war eine 12:08:06. Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden, auch wenn ich mir sicher bin, das da noch etwas geht. Damit dürfte dann auch gleich die Frage beantwortet sein, ob es bei einem Langdistanz Triathlon für mich bleiben wird.

 

Michael Kiene

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